Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Im Gegensatz zum autogenen Training beinhaltet die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (Abkürzung: PME bzw. PMR für progressive Muskelrelaxation) nicht nur die gedankliche sondern auch die willentliche, körperliche Aktivität und ist damit bestens für alle geeignet, die sich zwar entspannen möchten aber auch das Gefühl brauchen „etwas dafür zu tun“.

Das Grundprinzip ist ganz einfach: durch gezieltes An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen erreicht man einen Zustand der tiefen Entspannung, der sich im Bestfall auf das gesamte Befinden auswirkt.
Regelmäßig angewandt verbessert sich so die Körperwahrnehmung und die Muskelspannung kann ein niedrigeres Niveau erreichen. Was zu große (An)Spannungen bewirken können weiß jeder, der schon mal Spannungskopfschmerzen, einen verspannten Nacken oder unerklärliche Rückenschmerzen hatte – Verspannungen sind unangenehm und können weitreichend das Wohlbefinden beeinträchtigen. Die progressive Muskelentspannung ist ein Entspannungsverfahren, das auf beiden Ebenen wirkt: der muskulären Ebene und der psychischen Ebene, die ebenfalls zu Verspannungen und Verkrampfungen führen kann.

Der Vorteil: so gut wie jeder Mensch kann die PME erlernen. Aufgrund der guten Belegbarkeit der Wirkung bieten bereits viele gesetzliche Krankenkassen Kurse an, in denen das Verfahren erlernt werden kann. Doch auch im Selbststudium ist es möglich, es gibt zahlreiche Bücher, CDs und DVDs, für jeden Geschmack dürfte eine passende Stimme, die passende (oder fehlende) Hintergrundmusik verfügbar sein – man muss sich nur auf die Suche begeben!

Kontraindikation: nicht angewandt werden sollte die Progressive Muskelentspannung bei
Ateminsuffizienz
neurologischen Störungen wie Anfallsleiden (z.B. Epilepsie)
akuten Magen-Darm-Trakte-Erkrankungen
Blutphobie
Fragen Sie Ihren Arzt, ob die progressive Muskelentspannung für Sie geeignet ist!